Verantwortung übernehmen: warum eigentlich?

Du hörst lieber? Bitte sehr!

Verantwortung übernehmen: „Heute ist einfach nicht mein Tag – viel zu heiß.“

Denn sonst, ja denn sonst, hätte ich diesen aktuellen Blogartikel aus dem linken Handgelenk geschüttelt anstatt an ihm zu feilen und ihn zu verbessern.

Außerdem hätte ich meine gesamte To-do Liste abgearbeitet, hätte eine Superidee für ein neues Konzept entwickelt und ein grandioses Interview geführt.

Aber so, so konnte das einfach nichts werden (bis auf das grandiose Interview).

Weil: …. (setze wahlweise ein: es zu kalt/zu heiß ist, mein Kind/Hund/Katze mich ärgerte, die Straßenbahn davon fuhr und sich die Menschheit überhaupt gegen mich verschwor.

Merkst du was?

Ausreden! Ausreden! Ausreden!

Die Opferhaltung ist sehr bequem und ja, ich kenne das auch.

Früher beschwerte ich mich ewig über meine pubertierende Tochter. Das arme Mädl musste für allerhand herhalten.

Hat es mich weitergebracht?  Nein!

Erst als ich diese Ausrede fallen ließ, erst als ich die Verantwortung für meine Reaktion auf ihr Handeln übernahm, erst dann wurde ich ruhiger und konnte fokussierter an meinen Zielen arbeiten.

Es war eine erfolgreiche Entscheidung, die Verantwortung für mein Tun und Jammern zu übernehmen.

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Hast du es auch satt, deine Laune von anderen abhängig zu machen? Der Spielball anderer zu sein? Und schlussendlich andere für dich entscheiden zu lassen?

Wunderbar!

In diesem Artikel erfährst du was genau so tricky an der Verantwortung ist, warum du ihr möglicherweise ausweichst und wie du es schaffst, sie voll und umfänglich für dich zu übernehmen und so zu einem selbstbestimmten glücklichen Leben kommst.

Verantwortung übernehmen: was heißt es nun wirklich?

Im westlichen Kulturkreis haben wir keinen besonders ausgeprägten Hang zur Verantwortung.

Wenn Politiker „die Verantwortung übernehmen“ bedeutet es meist, dass irgendein Arbeitskreis eingesetzt wird, dessen Agenden mit der Zeit verschimmeln wie Brot im Plastiksackerl (für meine deutschen Freunde: Plastiktüte) oder genau jene Politiker ziehen sich in die ausgezeichnet bezahlte Pension zurück. Verantwortung übernehmen ist in der Politik ein zahnloser Papiertiger.

Im „richtigen“ Leben ist es nicht viel anders. Allzuschnell streift man sich Verantwortung ab wie Schuppen von den Schultern und es wird ein Schuldiger gefunden.

Schließlich ist man selbst das Unschuldslamm und kann wirklich nichts dafür.

Verantwortung übernehmen

Erfolgreiche Menschen halten sich nicht mit Gejammer auf. Sie treffen eine Entscheidung, fokussieren sich auf deren Umsetzung und tun, was zu tun ist.

Übernimmst du die Verantwortung für dein Leben?

Oder kennst du folgende Gedankengänge:

  • Die anderen sind schuld! Ich kann echt nichts dafür!
  • Ich kann nicht glücklich sein, weil die anderen mich nicht lassen!
  • Ich kann keinen Erfolg haben, weil mein Vater/meine Mutter/meine Lehrerin mir im Alter von 6 Jahren sagten, aus mir wird nichts!
  • Ich bin ein willfähriges Opfer und kann in meinem Leben nichts verändern!
  • Es zahlt sich gar nicht aus, mich anzustrengen, denn es passiert sicherlich etwas, was meine Bemühungen zunichtemacht!
  • Die anderen können mit mir machen, was sie wollen, ich lasse mich hin- und herschubsen – hat eh keinen Sinn!
  • Mein Selbstwertgefühl ist im Keller

Hast du nur eine dieser Aussagen mit „Ja“ beantwortet, dann hast du anderen Macht über dein Leben gegeben. Doch es ist DEIN Leben, du sollst und musst die größte und stärkste Macht und Energie in deinem eigenen Kosmos sein.

Die Frage aller Fragen ist nun: Was genau ist an der Verantwortung so unangenehm, dass du dich bis jetzt davor drückst?

Sehr schnell sind wir beim Ur-Thema Angst.

Die Angst ist groß:

  • Angst vor dem Scheitern: Was wäre, wenn nicht die mangelnde Facebook Reichweite an dem laschen Verkauf deiner Angebote schuld wäre, sondern die Verantwortung alleine bei dir läge?
  • Angst vor dem eigenen Mut: Stell dir vor, nicht andere entscheiden für dich, sondern du selbst. Was könntest du alles tun?
  • Angst vor Verurteilung: Wer bist du, wenn du die Fesseln der anderen sprengst und dich so richtig was traust?

Die Verantwortung für das eigene Leben nicht zu übernehmen, scheint im ersten Ansatz bequem zu sein. Die Umstände machen das Leben schwer.

Immer öfter beginnst du Sätze mit:

„Ich kann nicht, weil …“

„Es ging sich wirklich nicht aus, weil …:“

„Ich hatte es ja vor, aber dann ….“

Das Ende vom Lied. Du opferst dein Selbstbewusstsein, dein Selbstwertgefühl. Es rasselt in den Keller, du fühlst dich mies und unfähig.

Willst du das? Nein, sicher nicht. Oder?

Wie geht das nun mit dem Verantwortung übernehmen?

Das Wichtigste:

DEIN Leben. DEINE Verantwortung.

Fang bei dir selbst an. Suche den Fehler nicht bei deiner Familie, deinen Arbeitskollegen, deinen Kunden, bei der Politik, der Wirtschaft.

Kümmere dich um Deines, um das, was du ändern kannst.

DEIN Leben ist DEINE Verantwortung. Du allein bist dafür verantwortlich, es so zu gestalten, dass es aus vollem Herzen DEINES ist.

 So übernimmst du die volle Verantwortung in deinem Leben:

  1. Hör auf zu jammern:

Beobachte, wie oft du jammerst und dich beschwerst. Und zwar über die Dinge, die du nicht beeinflussen kannst.

Ich selbst dachte lange, ich würde nicht jammern.

Stimmte leider nicht: Ich beschwerte mich permanent über das pubertäre, nervige Verhalten meiner Tochter:  Über nicht weggeräumtes Geschirr, Kleidung, die auf dem Boden lag und zusammengeknüllte, feuchte Handtücher.

Weder Jammern noch Schimpfen halfen nachhaltig.

Nun versuche ich, ihr Verhalten als Übungsmöglichkeit für Ruhe und Gelassenheit zu sehen. Meistens funktioniert es, nicht immer.

Ich lasse sie jedoch nicht mehr so stark wie früher meine Laune beeinflussen. Es ist meine Verantwortung wie ich auf ihr Verhalten reagiere.

  1. Halte dein Zeug in Ordnung:

    Karl Lagerfeld drückte es gewohnt schnoddrig aus: „Wer in Jogginghosen einkaufen geht, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

    Überlege mal:

    • Hast du in deinem Schrank Kleidung mit kaputtem Reißverschluss, fehlenden Knöpfen, offenen Nähten?
    • Findest du deine Geflügelschere (sofern du eine besitzt) mit einem Griff oder sind deine Küchenladen chaotisch und unübersichtlich?
    • Lagern in deinem Abstellraum Tonnen an Zeitschriften, die entsorgt gehören?
    • Hast du zu zahlende Rechnungen, deine Reiseunterlagen etc. sofort bei der Hand?
    • Zahlst du deine Rechnungen pünktlich?
    • Wie schaut dein Schreibtisch aus?

Menschen, die Verantwortung für ihr Leben übernehmen, sind (meist 🙂 ) auch in ihrem Alltag gut organisiert.

  1. Erledige, was noch zu tun ist:

  • Verstecke dich nicht hinter Lügen, sondern sprich deine Wahrheit
  • Was hast du versprochen und bis jetzt nicht eingehalten?
  • Welche Konflikte sind noch nicht beigelegt?
  • Welche Worte sind noch nicht gesagt?
  • Welche ausgeborgten Bücher stehen noch in deinem Regal?
  • Welches ausgeborgte Geld bist du noch schuldig?
  • Wofür hast du dich noch nicht bedankt?
  • Wem hast du noch nicht verziehen? Was braucht es, damit du es tun kannst?
  • Welches unterdrückte Gefühl schlummert noch in den Tiefen deiner Seele?

Diese offenen Energiekreise zu schließen wird dich leicht und gelassen fühlen lassen. Du bist mit dir im Reinen.

  1. Lade dein inneres Kind auf ein Eis ein:

    In dir wohnt ein kleines Mädchen oder ein kleiner Junge.

    Vielleicht ist dieses Kind lustig und froh.

    Wahrscheinlicher hat es durch die Kindheit einiges an Enttäuschungen und inneren Verletzungen davon getragen.

    Es trauert und wartet auf dich. Damit du es beschützt und es mit deiner Hilfe wieder heilen kann.

    Verantwortung übernehmen

    Ein verletztes inneres Kind kann die Ursache dafür sein, dass du in bestimmten Situationen immer wieder gleich reagierst und nicht fähig bist wie ein verantwortungsvoller Erwachsener zu handeln.

  1.  Stärke dein Selbstwertgefühl:

    70% aller Menschen meinen, sich selbst nicht genug wertzuschätzen.

    Sie sind der Meinung, die anderen wären erfolgreicher, klüger, charmanter und überhaupt einfach die cooleren Typen.

    Das eigene Selbstwertgefühl zu stärken geht nicht über Nacht, es ist ein Prozess, der sich entwickelt.

    Doch es ist eine Reise, die sich lohnt.

    In diesen Artikeln findest du schon mal die ersten Anregungen dazu: Die Kunst des fröhlichen Scheiterns, Der Selbstwert der Männer, Selbstwert – was bist du wert?

Fazit:

Die Verantwortung in deinem Leben zu übernehmen, mag anfangs durchaus schmerzlich sein, ist jedoch der einzige Weg zu Freiheit und Glück, der sich wirklich lohnt.

So verlässt du deine Opferrolle und bist zu 100% wieder handlungsfähig.

Wer handlungsfähig ist, kann sein Leben eigenverantwortlich gestalten.

Loslassen, was nervt und verändern, was verändert werden soll. Weg mit doofen Glaubenssätzen, die dich am Erreichen deiner Ziele hindern.

Hin zu einer Freiheit, die du nicht für möglich hältst. Was wäre, wenn sie doch möglich wäre?

4 Kommentare
  1. Susanne
    Susanne sagte:

    Hi Riccarda!

    Wieder ein toller Artikel, danke dafür! Ich hatte diese Erkenntnis zum meinem großen Glück schon länger und lebe meistens damit. Manchmal ist man auch wieder ein Lamm und kann für nichts etwas, das haben wir einfach schon zu lange verinnerlicht.
    Ich finde es toll, diesen Artikel zu lesen, weil ich dann weiß, dieses Wissen verbreitet sich immer mehr.. es würde so vielen Menschen helfen glücklicher zu leben.
    liebe Grüße
    Susanne

  2. Riccarda
    Riccarda sagte:

    Liebe Susanne, es findet ein großer MindSet Shift statt. Man hat vielleicht nicht immer und allumfassend den Eindruck. Und doch – “wir” werden immer mehr, es verändert sich so viel! Die Menschheit wird in der Gesamtheit diesbezüglich immer klüger, ich bin fest davon überzeugt. lg Riccarda

  3. Christine Schinner
    Christine Schinner sagte:

    Liebe Riccarda!
    Durch eine Woche Urlaub hat sich das Lesen Deines wieder sehr interessanten Artikels verzögert. Fasziniert habe ich mich Wort für Wort vorgearbeitet und mich bei der Nase genommen. Natürlich habe ich mich in Deinem Text wieder gefunden. Danke für die Erinnerung was ich endlich alles hinter mir lassen sollte und das nehme ich gleich jetzt in Angriff.
    Ich wünsche dir noch einen schönen, entspannten, selbst bestimmten Sonntag und grüße Dich ganz herzlich
    christine

  4. Riccarda
    Riccarda sagte:

    Ich wünsche Dir ebenfalls einen wunderbaren Sonntag, eine herrliche Woche, viel Entspannung und viel Erfolg beim Loslassen 🙂

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