Selbstwert: was bist du wert?

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Du weißt es sicherlich bereits. Selbstwert, der Wert, den du dir selbst gibst, ist das Fundament, um nicht nur dein Potenzial voll auszuschöpfen, sondern um überhaupt erstmal ein glückliches „Standard-Leben“ zu führen. In deinem Beruf und in deiner Beziehung.

Egal, ob du im Job deine Meinung souverän vertreten willst, dich mit gezeigter Leadership für Führungsaufgaben empfiehlst oder ob du deine Liebesbeziehung auf Augenhöhe führen willst: Dein Selbstwert bestimmt, wie weit du kommst.

Wahrheit:

Dein Selbstwert bestimmt, wie weit du kommst.

Wir alle – mit ein paar Ausnahmen, die die Regel bestätigen – haben tief in uns ein unterbewertetes Selbstwertgefühl begraben. Ab und zu taucht es aus den Tiefen unserer Seele auf. Dann fühlen wir uns nicht wertvoll, sondern dumm, ungeschickt, ungeliebt und überhaupt einfach doof. Für manche unter uns ist dieser niedrige Selbstwert ein konstanter Begleiter im Leben. Dann klopfen auch gerne Angst, Schüchternheit und Depressionen an die Tür des Lebens.

Die Wahrheit ist: deine Gedanken formen dein Leben.

Die Wahrheit ist: deine Gedanken formen dein Leben. Wenn du denkst, du bist es nicht wert, befördert zu werden und es ist sicherlich besser ruhig und unauffällig zu agieren, dann wirst du genau das tun. Wenn du – um Diskussionen zu vermeiden – nicht für dich einstehst und deine Wünsche und Ansprüche nicht klar formulierst, dann werden andere für dich entscheiden.

Dein Unterbewusstes lernt, die Bedürfnisse der anderen wichtiger zu nehmen und vorzureihen. Du weißt: Dein Unterbewusstsein führt stoisch aus, was du ihm aufträgst. Du bist die Chefin deines Lebens: Wenn du dich für einen geringen Selbstwert entscheidest, dann akzeptiert dies dein Unterbewusstsein.

Verbindung versus Rangordnung:

Jede Gruppe fußt auf einer Rangordnung ihrer Mitglieder. Übrigens bilden auch zwei Personen bereits eine Gruppe. Eine Rangordnung ist sinnvoll, denn im übergeordneten Sinne geht es seit Anbeginn aller Zeiten ums Überleben. Wenn der Säbelzahntiger vor der Höhle lauert, braucht es klare Ansagen, jeder muss wissen, was zu tun ist. Der Säbelzahntiger hat ausgedient, die Menschen formieren sich trotzdem noch immer in Gruppen. Und weiterhin geht es darum, zu überleben, wichtig zu sein und sein Ego zu pflegen. Daran hat sich nichts geändert. Die Mittel, um in den vordersten Rängen zu agieren, sind heute vor allem das richtige Mindset, gerne ein größeres Mundwerk und Ansehen aufgrund von Reichtum und/oder Schönheit.

Andererseits sind Menschen Verbindungs-Freaks. Nicht umsonst gilt Einzelhaft als besonders grausam, Menschen lieben die Verbindung mit anderen und fühlen sich in Gruppen wohl.

Unbewusst ordnest du dich permanent in eine Gruppe ein und vergleichst dich oft mit den anderen. Bei Frauen geht dies gerne über das Äußere, Männer wählen eher die „Mein Haus, mein Auto …“-Variante. Du kämpfst um Respekt, Einfluss und Macht.

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Gleichzeitig verbindest du dich auch durch Fürsorge, Liebe und Hilfsangeboten mit anderen. Manchmal kombinierst du deine Rangordnung mit der Verbundenheit zu anderen Menschen, z.B. dann, wenn du deine natürliche Rangordnung deinem Kind gegenüber einsetzt, um ihm zu helfen.

Manchmal bist du dir des Kampfes um deine Rangordnung bewusst, manchmal nicht. Das Streben nach Verbundenheit ist nach dem Motto “Gehen wir doch wieder mal auf einen Kaffee“ meist offensichtlicher. Die Ausgewogenheit von Rang und Verbundenheit spielt in fast allen persönlichen Beziehungen und in so gut wie jedem Problem deines Lebens eine Rolle, inklusive des Problems des niedrigen Selbstwertes.

Wann verträgt dein Selbstwert ein Upgrade?

„Trau dich mal etwas! Sag deine Meinung, du musst selbstbewusster werden.“, das sagt sich leicht und ist übergriffig. Ob dein Selbstwert zu niedrig, gerade richtig oder ob du dem Größenwahn verfallen bist, das entscheidest du, nur du. Ok, beim Größenwahn könnten andere vielleicht recht haben. Du weißt, dass Fremd- und Eigenbild in diesem Punkt sehr unterschiedlich sein können, doch es ist dein Leben, also auch deine Entscheidung wie du dich fühlst. Denn niemand weiß, warum du heute dort stehst, wo du stehst.

Meine Erfahrung in vielen Jahren Coaching lehrte mich jedoch, dass du mit höchster Wahrscheinlichkeit auf dem für dich richtigem Platz stehst. Entweder ist es der Platz auf dem du dich wohl fühlst oder es ist der Platz, von dem aus du am besten für deine weitere Entwicklung gerüstet bist. Wie wäre es darauf zu vertrauen, dass es so wie es ist, im Moment perfekt ist?

Der Kampf um die Rangordnung ist so gut wie immer die Quelle eines niedrigen Selbstwertes.

Wahrscheinlich gewinnst du nicht immer, wahrscheinlich kannst du deine Vorstellungen nicht immer durchsetzen. Die Gefahr besteht, dass du eine Niederlage in einem Bereich auch in andere Lebensbereiche mitschleppst und dein Selbstwert mit der Zeit sinkt und sinkt. Stell dir vor, du hast beruflich einen Fehler gemacht, einen Fehler, der leider bemerkt wurde, peinlich. Mit dieser niedrigen Schwingung und einem schlechten Gewissen = Frontalangriff auf deinen Selbstwert, kommst du nach Hause. Zu Hause geht es weiter, dein Selbstwert ist niedrig, du bist verletzt und anfällig für weitere Situationen, die deinen Selbstwert destabilisieren.

Je mehr dir klar wird, wie und warum du bewusst oder unbewusst um deinen Platz im Leben (Rang) kämpfst, desto besser kannst du die Selbstwert-Fallen umgehen. Wie immer: du fängst bei dir selbst an und konzentrierst dich darauf, was du ändern kannst. Ich habe drei Punkte für dich.

Riccarda’s top 3 für mehr Selbstwert

  1. Lesen ist Trumpf:

    Selbstwert ist eine mentale Sache, also hilft mentales Training. Ein Superanfang ist die passende Literatur. Ob du zu Klassikern wie Tony Robbins oder Louise Hay greifst oder ausführlich in der Buchhandlung deines Vertrauens stöberst, ist dir überlassen Du findest sicherlich das für dich Richtige.

  2. Der Postmann klingelt:

    Schreibe einen Brief, einen Liebesbrief – an dich. Nimm dir Zeit, atme tief durch und versinke in tiefe Verbundenheit, schreibe auf, was du alles kannst, wo du besonders gut bist, was du geleistet hast, wo du für andere ein Segen und eine Freude bist und warst. Schreibe diesen Brief. Du kuvertierst und adressierst ihn  und übergibst ihn deiner Freundin. Diese wird ihn innerhalb von sechs Monaten in den Briefkasten werfen – natürlich ohne dir den exakten Zeitpunkt zu verraten.
    Ich hebe die Liebesbriefe meines Mannes auf – und meinen Brief an mich. Jedes Mal, wenn ich ihn lese erfüllt er mich mit tiefer Freude.

  3. Comittment:

    Mein Lieblingsthema, wie du weißt. Halte Versprechen und Pläne, die du gegeben hast ein. Immer. Vor allem dir selbst gegenüber. Es steigert dein Ansehen und erhöht deinen Selbstwert, die eigenen Versprechen zu halten. Du weißt, du bist dir und anderen gegenüber verbindlich. Auf dich kannst du zählen. Das ist viel wert.

7 Kommentare
  1. Brigitte Zahrl
    Brigitte Zahrl sagte:

    Liebe Riccarda, ich gratuliere dir zu deinem tollen Newsletter und möchte mich auch herzlich dafür bedanken! Dieses Thema kennen, glaube ich, viele Menschen – mich eingeschlossen 😉 Ich finde auch besonders toll, diese Verbindung die du zwischen Commitment und Selbstwert angesprochen hast. Da steckt viel Wahrheit dahinter. Herzliche Grüße und weiter so, Brigitte

  2. Riccarda
    Riccarda sagte:

    Liebe Brigitte, danke für Deine schönen Worte!!!
    Comittment ist für mich das Geheimnis und der Turbo-Booster für ziemliches vieles, wenn wir es selbst nicht tun und unsere Ziele nicht ernst nehmen, wer sollte es denn dann tun?
    Außerdem ist es eine große Freude und Befriedigung den inneren Schweinehund immer wieder auszutricksen 🙂 lg Riccarda

  3. energetischesheilen
    energetischesheilen sagte:

    Liebe Riccarda,
    danke für diesen bestärkenden Beitrag und die guten Anregungen! Ich habe mir einen weiteren Trick zu eigen gemacht. Ich schreibe mir immer auf, wenn mir jemand ein echtes Kompliment macht oder etwas über mich sagt, was mir gut tut. In Zeiten wo ich mich schlecht fühle, kann ich mir das immer ansehen und mich wieder positiv ausrichten. (-, liebe Grüße!

  4. Riccarda
    Riccarda sagte:

    Das ist genial! Ich sammle meine Kundenfeedbacks in einem eigenen Ordner, das tut auch sehr gut. Aber nicht alles ist schriftlich, sehr schöne Idee!!!!

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  1. […] nicht?“ Birgit sitzt mir gegenüber und schaut mich fragend an. Seit einigen Sessions ist die Erhöhung ihres Selbstwerts und ihres Selbstvertrauens unser Thema, doch heute liegt ihr etwas anderes auf dem Herzen. Bei […]

  2. […] Ort wird? Was treibt mich dazu an, morgens aus dem Bett zu springen, um z.B. Blogartikel über Selbstwert, die wahre Liebe oder das Vertrauen in Beziehungen zu schreiben? Warum, warum, […]

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