8 Wege in die Selbstliebe

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„Atme, atme, atme – tief ein – und tief wieder aus“. Ich liege im Bett. Es ist Mittag. Ich bin erschöpft. Statt auf Pokémon-Jagd ging ich erfolgreich auf die Jagd nach einer Sommergrippe. Ich schnupfe vor mich hin und konzentriere mich auf das Atmen.

Ich versuche meinen Körper zu täuschen, er soll nicht mitbekommen, dass mein Verstand rotiert, es denkt in mir: „Ich brauche eine Pause, aber am Freitag erscheint mein neuer Blog-Artikel. Außerdem muss ich die Facebook-Posts für nächste Woche planen, die Änderungen bei meinen Mailanbieter endlich durchführen, Gastartikel anbieten … mir ist alles zuviel.“

Doch mit jedem Atemzug werde ich ruhiger und ruhiger und ich hoffe, dass meine Seele, durch meine innere Stimme zu mir sprechen wird. Sie wird wissen, was zu tun ist, also warte ich und atme.

Innere Führung braucht Raum

Langsam, langsam spüre ich, wie sich mein innerer Raum öffnet, alles wird sanft und weich. Mein Verstand denkt: „Schon wieder! Jetzt bin ich gleich abgemeldet, am besten ziehe ich mich zurück, ich habe nichts mehr zu sagen.“ er räumt also das Feld – und meine innere Führung erscheint.

Meine innere Führung ist eine Verwandlungskünstlerin. Sie wechselt ihr Aussehen, ihr Outfit und auch ihr Alter je nachdem, was sie mir mitteilen möchte. Heute trägt sie ein langes, weißes Kleid und ähnelt einer Lichtgestalt. Ob das gut ausgeht?

„Es war sehr schön, dich beim Schreiben deines Beziehungsbuches über liebevolle Beziehungen anleiten zu dürfen. Wann erscheint es denn?“ „Im November.“ „Und das letzte Kapitel handelt wovon?“ (Ach herrje, was soll denn das, meine innere Führung und ich schrieben doch gemeinsam, warum fragt sie denn so?)

„Von der Selbstliebe.“

„Aha ….“, meine innere Führung versinkt in motivierendes Schweigen.

Selbstliebe. Meine innere Führung vergeudet selten Worte, jede Frage, jeder Hinweis hat einen Hintergrund, small talk ist ihre Sache nicht. Also Selbstliebe. Mit dem großen Ziel, ein leichtes Herz zu bewahren.

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Selbstliebe. Ein großes Wort.

Meine inneren Bilder beginnen zu laufen. Selbstliebe. Ein großes Wort. Ich persönlich bevorzuge den „Ich mag mich“-Status. das klingt nicht so verpflichtend und ernst.

Mein „Ich mag mich“-Status zeigt die Intensität der Beziehung an, die ich gerade mit mir habe. Auf den ersten Blick kümmere ich mich liebevoll um meine eigenen Bedürfnisse:

  • Ich genieße die gesündere Bitterschokolade statt der zuckrigen Vollmilch-Schokolade und mein Mann züchtet die besten Tomaten aller Zeiten, die Ernährung passt also.
  • Ich bewege mich nicht nur zwischen Kühlschrank und PC hin und her, sondern drehe auch meine Runden im Wald und wenn ich müde bin, klappen meine Augen zu und ich schlafe einfach ein.Ich sorge ganz wunderbar für mich, schließlich will ich nicht ins Burn-Out rutschen, denn wie eine Beziehung unter Burn-Out leidet, habe ich bereits erforscht, das ist abgehakt.

Eigentlich ist doch alles in Ordnung und doch: meine innere Führung schaut mich mit einem schiefen Lächeln an. Langsam dämmert es mir.

Ich sorge für meinen Körper, das ist löblich, bleibt aber an der Oberfläche. Da muss es doch mehr geben! Der ideale „Ich mag mich“-Status bedeutet, die eigene beste Freundin zu sein, die Hand in Hand mit mir durchs Leben geht. Wie kann es leicht gehen, wie kann ich meine Selbstliebe auch dann leben, wenn ich auf 100 Hochzeiten tanze?

Wie kann es leicht gehen, wie kann ich meine Selbstliebe auch dann leben, wenn ich auf 100 Hochzeiten tanze?

Selbstliebe oder „Ich mag mich“ minimiert meinen Stress phänomenal, gibt mir inneren Frieden, macht mich zu einem besseren Menschen und die Welt zu einem besseren Ort. Selbstliebe macht auch so viel Spaß!

Und langsam, langsam, während ich im Bett liege und meine innere Führung mich hoffnungsvoll anlächelt, kraxeln die acht Helferleins der Selbstliebe aus dem tiefen Loch, in das sie relativ unbemerkt geplumpst sind. Sie schütteln den Staub aus ihren Gewändern, lächeln mich an und sagen: „Wir sind wieder da. Was dürfen wir für dich tun?“

Riccarda’s wertvolle Schätze für mehr Selbstliebe:

  1. Verantwortung:

    Ich entscheide, was auf meine to-do Liste kommt. Ich entscheide, ob ich mich davon überfordert fühle oder nicht. Wäre ich ein Opfer, wäre ich machtlos und könnte nichts ändern. Das ist aber falsch. Ich bin Schöpferin meines Lebens und übernehme die Verantwortung dafür. Denn ich habe die Macht.

  2. Commitment:

    Mein Lieblingsthema. Es ist MEIN Leben, ich stehe zu meinen Zielen und Werten, ich halte mich mir und anderen gegenüber verbindlich. Ich genieße es, meine Zusagen einzuhalten. Denn meine Vereinbarung zählt.

  3. Achtsamkeit:

    Ich bin in meinen Gefühlen präsent. Sie geben mir wertvolle Hinweise über die Stimmigkeit meines Handelns.

  4. Atmung:

    Ich atme dreimal täglich. Natürlich atme ich öfters, aber dreimal täglich atme ich ganz tief ein – und wieder aus. Ich atme „Ruhe“ ein und „Anspannung“ aus.

  5. Ich nähre meinen Geist:

    Ich liebe intellektuelle Gespräch, ich interessiere mich für andere Menschen. Warum sind sie, wie sie sind? Kann ich für sie da sein, kann ich unterstützen? Ich liebe das Wissen dieser Welt, es nährt mich und lässt mich am deutlichsten ICH sein.

  6. Busyness:

    Auch das habe ich recht gut im Griff. Viele von uns sind den ganzen Tag busy, laufen irgendwelchen Terminen und Verpflichtungen nach. Doch was davon ist wirklich wichtig, was bringt uns unseren Zielen näher?

  7. Einfachheit:

    Die großen Wahrheiten sind einfach. Die wahre Klarheit ist einfach. Die Botschaften des Herzens sind einfach. Einfachheit hilft mir, meinen Alltag zu bewältigen. Eine gute Organisation ist das Gerüst für meine Kreativität, hält meinen Geist frei.

  8. Energievampire erkennen:

    Meine Achtsamkeit und meine Präsenz zeigen mir, wann mir etwas nicht gut tut. Ich vermeide solche Situationen  konsequent, schließlich geht es um das Spiel der Energie und ich will gewinnen. Was bringt mir Energie? Was kostet mich Energie? Ich brauche viel Energie, da ich auf energetischer Ebene mit Menschen arbeite, meine Energie ist sozusagen ein Betriebsmittel. Umso achtsamer bin ich im Umgang mit ihr.

4 Kommentare
  1. helga
    helga sagte:

    Gute Tipps zur Selbsthilfe, danke! Meine Schwester hat sich die Hilfe mit der Burn-Out-Technik geleistet. In ihren stressvollen Leben wäre es vielleicht eine sinnvolle Lösung, danke für die Anregungen zur inneren Führung!

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  1. […] Ideologie oder Ängste voran gehen und anderen ein Vorbild sind. Als extra Belohnung gibt es noch jede Menge Selbstliebe […]

  2. […] liegt es eigentlich, dass manche Menschen auf diese Miesepeter nur mit Schulterzucken reagieren und manche so richtig in Saft gehen oder sich in ihrem Herzen verwundet fühlen? Wann hast du dich […]

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