Was braucht es, um in deinem Business kreativ zu sein?

5 Eigenschaften, um in deinem Business kreativ zu sein
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5 Eigenschaften, um in deinem Business kreativ zu sein

Mit der Kreativität ist es ganz anders als mit der Intelligenz.

Intelligenz scheint gleichmäßig verteilt zu sein, denn Klagen à la „Ich bin unintelligent“ hört man wenig.

Ganz anders ist die Sachlage bei der Kreativität: Rund 70% der Menschen meinen, nicht kreativ zu sein. Wie steht’s mit Dir? Was sagst Du über Dich?

Bist du ein Kreativitäts-Dummie?

Solltest Du kein überbordendes Talent fürs Malen, Schreiben, Tanzen oder Singen haben, meinst du vielleicht zu den Kreativitäts-Dummies zu zählen.

„Logik bringt dich von A nach B. Vorstellungskraft bringt dich überall hin.“ Albert Einstein

Kreativität kannst du fördern, es ist gar nicht mal so schwer. Doch bevor wir uns deinen Kreativitätsboostern widmen, ein kurzer Schwenk zur Definition von Kreativität.

Wikipädia meint dazu: „Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist.“

Du staunst? Ich staunte auch. Nützlich und brauchbar?

Sind die Zeichnungen meiner Tochter nützlich?

Ist mein Trällern unter der Dusche zu irgendwas zu gebrauchen?

Andererseits: Hörst du Musik oder betrachtest ein inspirierendes Bild, verlangsamt sich dein Atem, dein Stresspegel sinkt und die Freude fährt hoch.

Wenn das nicht nützlich ist!

So gesehen, sind die Zeichnungen meiner Tochter sehr nützlich, da sie ein Lächeln in mein Gesicht zaubern und mein Gesang unter der Dusche scheint zumindest meiner Katze zu gefallen.

Kreativitätsforschung nimmt den Druck von dir

Die Kreativitätsforschung kommt mit einer guten Nachricht um die Ecke: “Jeder Mensch ist kreativ.”

Die Wissenschaftler unterscheiden zwischen „small creativity“ und „big creativity.“

Small creativity ist die Alltagskreativität. Das, was es dir leichter macht, gute Ideen (oder auch Ausreden) zu finden, das, was dich eine spannende Lösung für ein Problem finden lässt.

Kreativität ist eine angeborene Fähigkeit – jeder ist ein Künstler

Alltagskreativität motiviert dich, deine Speisen mit interessanten Gewürzen aufzupeppen (Erdbeeren mit Pfeffer kommt sehr gut) und lässt dich deinen Garten nicht nur liebevoll, sondern ganz besonders gestalten.

Kreativität wird genährt und befeuert von dem Begehren nach Neuem, der Freude den Alltag bunter zu gestalten oder schlicht und einfach Zeit zu sparen, indem du kreative Abkürzungen für Routinearbeiten ausprobierst.

Stimmt, manchmal gehen die Abkürzungen schief und es endet im fröhlichen Scheitern. Macht auch nichts, Testen und Ausprobieren gehört zum Leben einfach dazu.

Musst du verrückt werden, um kreativ zu sein?

Die außergewöhnliche Kreativität ist jene, die großartige Dinge wie z.B. Geschirrspüler erfindet. Oder die dich nicht nur träumen lässt, die Meere zu erkunden, sondern dich auch ins Boot bringt. Diese ganz besondere Kreativität schenkt der Welt Genies wie Leonardo da Vinci, Mozart oder Steve Jobs – und dir vielleicht die Idee deines Lebens.

Diese außergewöhnliche Kreativität lässt start-ups nicht nur entstehen, sondern erfolgreich werden, sie gebiert vollkommen neue Geschäftsfelder.

So kurbelst du deine Kreativität an:

  1. Sei autonom:

    Je unabhängiger du bist, desto bunter blüht die Kreativität. Ein selbstbestimmtes Leben macht dich frei und dem Fluss des Lebens vertrauend.

    Die meisten Menschen brauchen Freiheit, um Ideen zu haben und zu gestalten. Die wenigsten schaffen dies unter Druck. (Wenn du dich nun fragst, wie du zwischen Job, Partner und fordernden Kindern autonom sein kannst – jeder kleinste Schritt führt zum Ziel)

  2. Intrinsische Motivation:

    Dein Wunsch entsteht tief in dir drinnen? Dein eigenes Feuer und deine eigene Leidenschaft lassen dich handeln? Super! Genau das versteht man unter intrinsischer Motivation.

    Im Gegenzug dazu gibt es die extrinsische Motivation. Sie lässt dich ängstlich fragen „Was werden die anderen sagen? Was kann ich tun, um zu gefallen.“
    so wird das mit der Kreativität nichts, denn schon eine kritisch angehobene Augenbraue deines Gegenübers wird dich deine Ideen über Bord schmeißen lassen.

  3. Glaube und Offenheit:

    Du glaubst fest daran, kreative Inputs zu erhalten. Egal, ob du sie als Download aus dem Kosmos erhältst oder durch Bücher, Gespräche oder Recherche.

Du weißt, du findest eine kreative Lösung. Du bist voll und ganz im Vertrauen. Und du bist offen dafür, diese Inputs auch zu erkennen. Der Glaube an deine eigene Kreativität hilft dir bei den ersten Schwierigkeiten trotzdem dranzubleiben und nicht aufzugeben. Einfach, weil du weißt: „Da geht was, es gibt eine Lösung.“

  1. Das kann auch anders gehen:

    Ich möchte gerne wissen, wieviele Ideen durch den Satz „Das war schon immer so, das haben wir immer so gemacht.“ gemordet wurden.

    Nicht nur, dass neue Ideen an sich kaltgestellt werden; die Konsequenzen sind weitreichender:
    Stößt du immer wieder auf Widerstand, gewöhnst du dich daran, Normen zu akzeptieren. Ein großer Kreativitätskiller! Um in den Flow zu kommen, eine neue Idee zu haben und umsetzen zu wollen, braucht es die Bereitschaft, das Alte zu zerschmettern und zu verändern.

  2. Sei dominant:

    Huch, Dominanz! Ein ganz schlimmes Wort.
    Dominanz wird oft mit Rücksichtslosigkeit und Gewalt verwechselt. Was wäre jedoch, wenn Dominanz bedeutet, für sich selbst einzustehen, selbstbewusst seinen eigenen Standpunkt zu vertreten, nicht gleich einzuknicken, wenn mal Gegenwind aufkommt.

    Beharrlich den eigenen Weg zu gehen und sich zu erlauben, anders zu sein, anders zu denken? Den eigenen Raum einzunehmen?
    Zur Beruhigung: Du kannst auch lächelnd dominant sein 🙂  Oder nenne es Selbstbewusstsein. Du verstehst, worum es geht.

Kreativität kommt also aus dir selbst. Sie ist von deinem Glauben an dich abhängig, von deinem Selbstwert.

Du kann es dir noch wesentlicher leichter machen, indem du ein unterstützendes Umfeld wählst. Mit Menschen, die die gleichen Interessen und Ziele verfolgen wie du, macht es mehr Spaß. Du wirst staunen, welche Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten plötzlich auftauchen.

Das schönste Geschenk für dich: Je mehr du dich mit deiner Kreativität beschäftigst, je tiefer du eintauchst in dein eigenes Wunder, desto mehr sprudelt sie.

4 Kommentare
  1. Julia Bigler
    Julia Bigler sagte:

    Liebste Riccarda, deinen wunderbareren Blogartikel über Kreativität habe ich mit wahrer Freuede gelesen und bei jedem deiner Sätze kommt mir ein grosses JA! über die Lippen! Du hast unser aller grosses Gut der Kreativität hervorragend zusammenfasst – mir geht das Herz auf – so gelungen formuliert. Und ich wünsche jedem den Mut, sich auf die eigene Kreativität einzulassen. Ganz liebe Grüsse an dich, Julia

  2. Riccarda
    Riccarda sagte:

    Liebe Julia, ich freue mich über DEINE Worte, ich sitze hier und grinse wie ein Hutschperd 🙂 Ich beschäftige mich seit mehreren Wochen mit dem Thema, es ist sooo eine Freude. Nur im Ansatz kann ich ermessen, wie sich Menschen, die vollkommen in den Kunstaspekt eintauchen, sich fühlen. Aber auch im “normalen” Business machen interessante Lösungen Spaß. So schön!

  3. David Goebel
    David Goebel sagte:

    Hallo Riccarda,
    oft braucht es nur jemanden, der an dich glaubt und dich ermutigt. Kreativität steckt in jedem von uns. Die Controllerin, die sich wie ein Detektiv durch viele Zahlen wühlt, auf der Suche nach der Lösung. Der Programmierer, der einen einmaligen Code für sein Programm entwickelt. Die Mutter, die auf neue Art und Weise ihre Kinder auf der Autofahrt von der Langeweile ablenkt.

    Kreativität steckt überall. Danke für deinen Artikel,
    David

  4. Riccarda
    Riccarda sagte:

    Hallo David, stimmt, überall braucht es eine Lösung. Ein JA zu dem was ist und zu dem, was werden will und soll. Ich mag es, den Raum für Kreativität ganz weit zu machen. Dadurch wachsen Menschen und es wird möglich, was man nicht zu denken wagte.

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