Wohin führst du dich?

Wir alle sind Führungskräfte.

Du führst dein Unternehmen.

Du führst deine Beziehung.

Du führst deine Kinder in ihr eigenes Leben.

Du führst mehrere Menschen, um gemeinsam etwas zu erreichen.

Du führst dich. In dein Leben. Durch dein Leben.

Führung ist nun genau was?

Geht es darum, Menschen zu etwas zu motivieren, was sie freiwillig nie tun würden? Oder ist Führung jene Menschen dorthin zu bringen – vor allem dich selbst – wo sie ihre Stärken optimal ans  Licht bringen können?

Management versus Führung:

Englische Begriffe haben im deutschen Sprachgebrauch Einzug gehalten. Sie klingen cooler, weltgewandter, internationaler. Doch bedeuten sie auch das Gleiche, wie der deutsche Ausdruck? Lass uns schauen:

Management: Sollte dir das „Liber latinum“ bekannt sein, erkennst du die Worte „manus“ (Hand) und agire (handeln). Es geht also ums Handeln, ums Tun. Es geht um Prozesse, damit der Laden läuft. Im Privatleben ist ein Familienkalender ein klassisches Managementtool, um die Termine aller im Haushalt lebenden Personen zu organisieren.

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Im Business siehst du Prozesse, Checklisten, Zertifizierungen. Damit sollen Fehlerquellen ausgeschaltet, Einschulungen erleichtert und die Qualität angehoben werden. All das ist großartig.

Führung: Während also „Management“ eher methodenorientiert ist, geht es beim Begriff „Führung“ um Menschen. Menschen, die Führung wollen und brauchen. Ja, trotz der häufig propagierten Freiheit haben die meisten Menschen eine tiefe Sehnsucht nach Struktur, nach Ordnung und nach Sicherheit. Nicht umsonst werden starke Vorgesetzte gerne einer Vaterfigur gleichgesetzt. (Manchmal gibt es auch eine Mutti).

Menschen führen Menschen

Was braucht es, damit Menschen jene, die sie führen, akzeptieren? Es macht übrigens keinen Unterschied, ob es sich bei den Geführten um deine Kinder, deinen Partner, um Mitarbeiter oder Freelancer handelt.

  1. Know-how:

    In meinen 20er-Jahren hatte ich mit meinem damaligen Freund ein Restaurant eröffnet. Er war vom Fach, ich nicht. Ich leitete den Service. Der Kontakt mit den Gästen gefiel mir und ich erkannte schnell, wie ich unseren Gästen einen wunderbaren Aufenthalt in unserem Lokal verschaffen konnte.
    Das Personal hingegen akzeptierte mich erst dann wirklich, als ich vier Teller auf einmal aus der Küche zu den Tischen tragen konnte. Das war deren Währung…

    Fazit:

    Habe  so viel Ahnung von der Arbeit wie es nur geht.

    Dann erkennst du die Bedürfnisse deiner Mitarbeiter, verstehst ihre Probleme.

  2. Sinnhaftigkeit:

    Die Burn-out Raten sind hoch, die der inneren Kündigung noch höher. Woran liegt das? Forschungen zeigen: Ist der Sinn der Arbeit nicht erkennbar, fehlt die intrinsische (von innen kommende) Motivation.
    Du kannst mit einem Belohnungssystem arbeiten, doch nicht einmal das funktioniert langfristig. Sowohl Mitarbeiter als auch Kinder hören sofort auf, das – ihrer Meinung nach – Sinnlose zu tun, wenn die Karotte vor ihrer Nase verschwindet.

    Fazit

    Fehlt der Sinn der Arbeit, kann es keine Führung geben, sondern maximal Bestechung.

  3. Fehlerkultur:

    In vielen Unternehmen spielt man Mikado – der erste, der sich bewegt, verliert. Warum ist das so?
    Die Menschen haben Angst vor Bloßstellung, vor Strafen, vor Abmahnungen bis zum Jobverlust. Wer Dienst nach Vorschrift versieht, macht meistens nichts falsch, ist auf der sichereren Seite….

    Wie jedoch soll sich ein Feld von Vertrauen öffnen, indem auch mal was schiefgehen kann?

    Fazit

    – Angst frisst Führungsbestreben (der Mikado-Effekt)
    – Angst tötet Innovation (und wirft dich auf dem Markt zurück)
    – Angst verhindert Begeisterung (die Geheimzutat in der Führung).

    Am Ende des Tages vertrauen Menschen nicht dem ausgefeilten Managementprozess, sondern anderen Menschen, deren Respekt und Leidenschaft sie spüren.

    Führung passiert aus einer inneren Haltung heraus

The Master-Key: Wohin führst du dich selbst?

Es ist wie immer: Was du nicht in dir hast, kannst du nicht nach außen bringen. Wenn du dich nicht liebst, kannst du andere nicht lieben. Fehlt dir die Begeisterung, kannst du andere nicht begeistern. Führst du dich nicht selbst, kannst du andere nicht führen.

Walk the talk:

Das Recht auf Führung braucht eine moralische Grundlage. Wasser predigen und Wein trinken, war schon immer unmoralisch, in der heutigen Zeit geht es gar nicht mehr.

Die Menschen spüren es, wenn du nicht bereit bist, das, was du von ihnen verlangst, auch selbst zu tun. Sie spüren es unbewusst – aber mit gewaltigen Auswirkungen im Team.

Ich selbst empfehle leidenschaftlich Meditation als Tool zur Selbsterkennung, als wunderbare Möglichkeit, Gelassenheit ins Leben zu bringen und auch als Option, um Entscheidungen zu treffen. (So kannst du übrigens leicht zu meditieren beginnen).

Das Recht dazu begründet auf meinem eigenen Handeln. Ich meditiere täglich selbst und ich weiß, welch sagenhafte Kraft ich daraus schöpfe. Nicht nur das: große Teile meiner Businessaktivitäten entstehen in der Meditation. Ich sitze da, nehme mein Thema kurz ins Bewusstsein und dann stelle ich meine Antennen auf Empfang.

Führung braucht Demut:

Führung aus dem Herzen ist eine Dienst-Leistung.
Führung aus dem Ego bringt ein Dienst-Auto und sonstige Privilegien.

Das Dienst-Auto ist nicht falsch, doch Führung ohne Herzebene verliert sich im Außen, die Privilegien werden schal, entwickeln sich zum „Schmerzensgeld“ und derjenige, der führen soll, endet im Burn-Out.

Führung ist ein Privileg

Wie sehr führst du dich selbst? Und wohin?

Jede Führung, jede Planung beginnt mit dem Loslassen, mit dem Aufräumen, Platz schaffen für Neues. Entrümpeln innen und außen.

Das ist die Grundlage für die Orientierung.

Die nächste Entscheidung, die folgt sind die eigenen Werte und daraus entstehenden Prioritäten. Wohin soll deine persönliche Reise gehen?

Erst, wenn dein eigenes Ziel klar ist und du weißt, auf welche Ressourcen du zurückgreifen kannst, was du sonst noch brauchst und wo du dir Unterstützung holen kannst, erst dann kann die Reise zu dir selbst beginnen, erst dann bist du auf dem Weg zur Führungskraft.

Es braucht auch Disziplin, um den inneren Schweinehund zu bändigen. Disziplin hat in unseren Breitengraden einen schalen Beigeschmack, ist nicht wirklich sexy. Doch auch hier zahlt es sich aus, auf die lateinischen Wurzeln zu schauen.

Disziplin: Discipulo = ich folge. Ich folge dem, was ich für mich als richtig erachte. Klingt schon gleich anders, nicht wahr? Nenne es auch gerne commitment, das ist cooler.

„Disziplin ist der einzige Weg zum Ständig-glücklich-Sein.“ Hildegard von Bingen.

Die Disziplin führt zur inneren Haltung – oder auch umgekehrt.

Bin ich mir meiner eigenen Werte, meiner inneren Haltung bewusst, weiß ich, was wirklich wichtig für mich ist. Dann kann ich im Außen in die authentische Führung gehen.

Eine Führungsart auf Herzensebene, gegründet auf gegenseitigem Respekt, die Entwicklungsmöglichkeiten von Mensch und Firma im Auge habend schlägt sogar das raffinierteste Management-Tool. Denn es kommt auf die Menschen an. Immer.

Beschäftigt dich das Thema Selbstführung? Trägst du viel Verantwortung und fühlst dich manchmal eingeengt von alten Strukturen, hast du berufliche Herausforderungen, die du dir erleichtern möchtest? Sehnst du dich nach innerer Klarheit und mentaler Stärke?

Dann lass uns reden und abklären, wie wir erfolgreich miteinander arbeiten können:
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1 Antwort
  1. Karolina
    Karolina sagte:

    Liebe Ricarda,

    für mich ist Selbstführung in einer Partnerschaft ein großes Thema. Vor Kurzem bin ich eine neue Beziehung eingegangen. In vergangenen Beziehungen habe ich immer wieder meine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt, um meinem Partner zu gefallen. Nun will ich an mir selbst arbeiten, um meinen Partner und mich selbst glücklich zu machen.

    Herzliche Grüße

    Karolina

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