Was ist Mut? Impulse zum Nachdenken

Mut: eine Eigenschaft, ohne die die Menschheit noch heute in Höhlen lebte.

Mut: die klare Entscheidung etwas trotzdem zu tun, auch, wenn es negative Konsequenzen haben könnte, denn eine 100%ige Erfolgsgarantie gibt es vom Leben nicht.

Mut: gegen den Strom zu schwimmen, seine eigene Meinung zu vertreten, auch und gerade dann, wenn sie von der allgemein verordneten Mainstream-Meinung abgeht – und die damit verbundenen Nachteile in Kauf nehmen.

Mut: ins eigene Innere zu schauen, auch auf die Gefahr, dass nicht alles gefällt, was sich zeigt. Anschließend das, was nicht gefällt, trotzdem – wenn nicht sogar deshalb – zu sehen, wahrzunehmen und anzuerkennen … und dann in liebevollen Schritten zur besten Version des eigenen Selbst zu werden.

Mut: Entscheidungen zu fällen und einen Standpunkt zu beziehen – auch, wenn man dadurch angreifbar wird.

Mut: Eine Pflanze, die wächst je größer der Glaube ist, es zu schaffen. Auch das Gegenteil ist wahr: manche Menschen wachsen mutig über sich selbst heraus je unmöglicher etwas scheint.

Mut, der dich dazu bringt in Zeiten wie diesen, in Zeiten, wo Marketing oft mehr zählt als der Inhalt, trotzdem, das zu tun, was sich für dich richtig anspürt, auch, wenn es bedeutet Kunden und Geld auf dem Wege liegen zu lassen. (Und das bedeutet es, denn die Marketing-Gurus wissen genau, wovon sie sprechen.)

Mut, dessen Dünger ein starker Selbstwert ist. Der Selbstwert, der es irgendwie doch für möglich hält. Je weniger Selbstwert, desto weniger komme ich in die Pushen – wozu auch –  ist ja eh sinnlos. Selbstwert bringt also Mut im Schlepptau mit sich.

Mut zu haben bedeutet …

die eigene Angst zu überwinden.

Mut: Bringt  Menschen dazu, ihr Hab und Gut zu verkaufen, ihre Heimat zu verlassen und durch die Welt zu ziehen, darauf vertrauend, dass ihnen Aufträge und das Glück auf ihrem Wege folgen werden.

Mut: Die Entscheidung die Kontrolle aufzugeben und sich dem Unplanbaren hinzugeben.

Mut: Eine Gesellschaft in Frage zu stellen, die mit dem Mantra “zur Sicherheit” ihrer Eigenverantwortung verlustig geht. Eine Gesellschaft, die glaubt, Risken durch Versicherungen ausschalten zu können.

Mutig sein …

… heißt einem eventuellen Scheitern kaltblütig und bewusst ins Auge zu sehen.

Eine Gesellschaft, die die Bewegungsfreiheit ihrer eigenen Bürger einschränkt, Kinderschaukeln mit dem Argument der Sicherheit von Spielplätzen entfernt und Menschen mit akustischen Signalen vor sich schließenden Straßenbahntüren warnt, diese Gesellschaft dünnt ihren eigenen Mut aus wie der Herbst die Kraft der Sonne.

Es scheint, einem System zu folgen. Mut ist, sich dem entgegenzustellen, wach zu sein und zu beobachten.

Eine mutlose Gesellschaft ist eine leicht zu lenkende …

… und macht viele Dinge einfacher. Für die einen. Die anderen führt es in ein “sicheres” Leben und beraubt sie ihrer eigenen Essenz und Entwicklungsmöglichkeit.

Für manche bedeutet mutig zu sein, leichtsinnig zu sein. Sicherheit gegen das Ungewisse zu tauschen. Ja, viele Menschen würden aufgrund erlernter Hilflosigkeit in der freien Wildbahn scheitern; sie sollten tatsächlich zu Hause bleiben.

Mut bedeutet für jeden etwas anderes. Was jedoch für alle gilt: Wer extrem mutig ist, ist neugierig und furchtlos, willensstark und zuversichtlich, vielleicht sogar etwas wahnsinnig.

Jeder braucht Mut …

… um aus sich selbst heraus zu wachsen und sich selbst weiter zu entwickeln und die eigenen Geschenke in die Welt zu bringen.

Wir sollten alles dafür tun, mit dem Mut des Wollens, mit dem Mut der Verzweiflung oder mit dem Mut der Erkenntnis.

Egal aus welchem Grund: aber lasst uns mutig sein!!!

2 Kommentare
  1. Cornelia Essendorfer
    Cornelia Essendorfer sagte:

    Danke für diesen wunderschönen Artikel. Klar auf den Punkt gebracht. Zum Nachdenken anregend.

    Ja, Mut ist nicht, keine Angst zu haben. Mut ist, Angst zu haben und es trotzdem zu tun.

  2. Riccarda
    Riccarda sagte:

    Angst haben wir sicherlich alle. Manche mehr und manche weniger. Diese Angst zu überwinden, das macht uns stolz und glücklich 🙂

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