Überlebt deine Beziehung Weihnachten?

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Ich falle gleich mit der Tür ins Haus, denn Weihnachten naht. Das Fest der Liebe, das Fest der Freude und des Friedens und das Fest, das die Scheidungsraten nach den Feiertagen in die Höhe schnellen lässt. (Am besten forderst du dein Friedenssymbol in der rechten Spalte jetzt gleich an. Mitglieder meines InnerCircles erhalten es im aktuellen LoveLetter)

Ein bisschen mentale Vorbereitung für Weihnachten beschert dir eine entspannte Zeit und kann deine Beziehung sichern. Die weihnachtlichen Erwartungen stiegen seit August, als der erste Lebkuchen im Supermarkt gesichtet wurde, in unermessliche Höhen.

Die neuralgischen Weihnachtspunkte (eine kleine Auswahl):

  • Die richtigen Geschenke, die Liebe und Verbundenheit ausdrücken und noch dazu individuell, kreativ und bezahlbar sind
  • Das richtige Essen wie die knusprigste Weihnachtsgans aller Zeiten oder der liebevoll aufgezogene Karpfen aus regionaler Qualitätszüchtung.
  • Die richtigen Keksi, die jene der burgenländischen Weihnachtsbäckerinnen „wirklich und ganz ehrlich“ in den Schatten stellen (für deutsche Leser/innen. Plätzchen, die dir den Verstand rauben)
  • Die richtige Atmosphäre, die richtige Deko und was sonst noch in deiner Familie richtig sein soll
  • Die richtigen Kinder, die sich zumindest zu Weihnachten perfekt benehmen und tadellos mit Messer und Gabel essen können – zumindest einmal im Jahr.
  • Last but not least. Die richtige Stimmung, die dir alles Glück auf Erden in deine Augen zaubert, dich zu kulinarischen Höchstleistung anspornt und dich über selbst gebastelte Geschenke deiner Kinder sichtbar freuen lässt.

Mit geübtem Blick erkennst du:

Viele, viele Stolperfallen und noch mehr Stress stehen vor der Tür, wenn du diese nicht schnell zuschlägst.

Ob Weihnachten ein Albtraum oder ein gelungenes Fest wird, hängt zu einem Großteil von uns Frauen ab. Warum? Mehrheitlich haben wir die meiste Arbeit mit den Vorbereitungen (ja, das ist unfair, aber über das Delegieren sprechen wir ein anderes Mal.). Gleichzeitig haben wir exakte Vorstellungen wie „ein schönes Weihnachten“ abzulaufen hat. Ich selbst hoffte jahrelang auf ein voller Ergriffenheit vor dem Baum stehendes Kind – schließlich kannte ich das aus den Hollywood-Filmen. Die Wahrheit ist: meine Tochter findet den Brauch einen Baum zu schlägern und ihn zwei Wochen lang im Haus aufzustellen etwas befremdlich.

Fordere hier dein kostenloses Friedenssymbol an. Für friedliche Weihnachten.

Die 5 größten Stolperfallen für das Christkind:

  1. Unmäßigkeit:
    Ich hätte auch Perfektionismus schreiben können, aber das Wort mutierte zu einer Umschreibung von Unprofessionalität, die angeblich authentisch ist. Nein, die meine ich nicht. Ich meine: erstelle einen Plan, was in der Adventzeit zu tun ist, lege fest wie Weihnachten ablaufen soll. Müssen Weihnachtskarten geschrieben werden und braucht es für das Menü wirklich das seltene Gewürz, für dessen Erwerb du stundenlang durch die Stadt fahren musst? Wenn du all das entschieden hat, kommt der Generalsplan. Wer macht was? Bitte jedes Familienmitglied seinen Beitrag zu einem gelungenen Fest zu leisten: vertraue und bleib bei der Einteilung!!! Nimm keine delegierten Aufgaben zurück, zur Not gibt es keine Weihnachtskerzen und die Geschenke sind in Omas Leinengeschirrtüchern eingepackt.
    Sorge jedoch dafür, dass das, was dir persönlich wichtig ist, auch in deiner Verantwortlichkeit bleibt, man weiß ja nie.
  2. Falsche Zeitvorstellung:
    Das Wichtigste am 24. ist das Time Management. Das Allerwichtigste sind zwei Stunden Mittagspause. Ja richtig, gelesen. Plane mindestens zwei Stunden Mittagspause ein. Das ist dein Geschenk an deine Familie, denn diese Zeit für dich bringt eine entspannte Mutter und Ehefrau. Special-Tipp: Frisch lackierte Fingernägel zu Weihnachten sind gnadenlos überschätzt und das Haus muss am 24. auch nicht bis in die kleinste Ecke staubgesaugt werden, der Kerzenschimmer ist gnädig.
  3. Gourmet-Küche:
    Bist du eine begeisterte Köchin? Wenn ja, befeure deinen Herd und ran an die Töpfe. Alle anderen dürfen sich fragen: „Welches Menü bringt entspannte Gelinggarantie?“ Meine Freundin Cornelia, hat eine Kochallergie, bis heute ist es mir ein Rätsel wie ihre Kinder nicht verhungern konnten. Weihnachten war für Cornelia der schrecklichste Tag des Jahres, denn die alten Tanten, die auf Besuch kamen, konnte sie nicht gut mit Fischstäbchen abspeisen. Somit gab es außen angebrannten und innen rohen Karpfen an zerrütteten Nerven. Seit sie auf gegrillte Lachsfilet umgestellte ist die Welt für sie ein besserer Ort.
  4. Wo feiern die Kinder?
    Bei Geschiedenen oft ein großes Thema. Je frischer und je tiefer die Wunden der Trennung sind desto mehr wird um den 24. gestritten. Das kann schmerzhaft und enttäuschend sein. Ehrlicherweise habe ich hier keine Lösung anzubieten, habe ich doch schon Frauen und Männer diesbezüglich bittere Tränen weinen sehen. Je kleiner die Kinder, desto größer ist der Schmerz, der auszuhalten ist. Der beste Rat, den ich geben kann: Halte die Diskussion kurz, nicht jedes Argument braucht ein Gegenargument.
  5. Die liebe Familie:
    Ich habe in eine sehr große Familie eingeheiratet. Sie haben mich voller Liebe und Freude aufgenommen und doch – mit manchen verbindet mich außer dem Band der Familie nichts. Ich kann mich der weihnachtlichen Zusammenrottung auch nicht entziehen, da die große Familien-Weihnachtsfeier für ca. 25 Personen am 26. bei uns stattfindet. Aber ich kann die Rahmenbedingungen festsetzen, so haben wir z.B. Politikverbot, es darf weder über den Ausbau der Radwege noch über Brexit oder sonstiges diskutiert werden. Das entspannt ungemein. Und wenn sonst nichts hilft: Manche Familienmitglieder sehe ich als wunderbares Übungsfeld, um meine Gelassenheit zu stärken. Auch dafür ein DANKE

Riccarda’s top 3 für fröhliche Weihnachten

  1. Ich bin nicht Martha Stewart:

    Die Ikone der amerikanischen Hausfrau liefert sicherlich detailgetreu perfekte Weihnachten ab. Ich nicht. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Meine Familie – mein Weihnachten – meine Regeln.

  2. Es lebe die Tradition:

    Ich mache es mir am 24. einfach: Seit Jahren stelle ich ein gut vorzubereitendes Essen auf den Tisch (Meine Freundin Cornelia bekam den Tipp mit dem gegrillten Lachs nämlich von mir :-). Danach gibt es Bratäpfel mit Walnusseis und glückliche und zufriedene Gäste. Das Ganze nenne ich „Unsere Familientradition“.

  3. Mein größtes Geschenk:

    Weihnachten ist in unserer Kultur ein besonderer Abend, dem ich durch meine Freude, einem gelingsicheres Menü und vor allem durch meine Ruhe und Gelassenheit Rechnung trage. Dieser eine Abend muss nicht alle Liebe, alles Glück, alles Verständnis in komprimierter Form transportieren. Es kann daher durchaus sein, dass ich pubertierende Attacken und sonstige Unbill wie eine Presswehe veratmen muss, aber auch das gelingt. Dabei hilft mir mein Friedenssymbol, das ich seit Jahren unter den Weihnachtsbaum lege. Ich spüre die friedvolle Energie, die von ihm ausgeht und alles ist gut.

Fordere hier dein kostenloses Friedenssymbol an. Für friedliche Weihnachten.

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Hast du eigene Tricks und Erkenntnisse wie du Weihnachten besonders schön erlebst? Was macht es leichter? Was macht es einfacher? Erzähle uns, wir sind neugierig 🙂

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