vorbild_riccarda_larcherHast Du ein Vorbild? Einen Menschen, egal ob Superstar oder die eigene Oma (die natürlich sowieso der Superstar ist), dem Du nacheiferst? Hast Du ein Vorbild in Sachen Mode oder Ernährung? Willst Du die gleiche Karriere machen wie Deine Studienkollegin? Oder wie wärs mit dem allseits beliebten „Das koche ich nach“, „Das mache ich nach.“, „Das kaufe ich nach.“ Du merkst es schon: alles Kopien, wenig Originale.

Was bedeutet es aus energetischer Sicht ein Vorbild zu haben?

Wie alles im Leben hat auch dieses Thema zwei Seiten:
Seite 1: Wir lernen durch Vorbilder. Z.B. lernt jedes Baby durch Vorbilder. Meine Tochter konnte im Alter von wenigen Wochen die Zunge zeigen. Dieses Kunststück führten wir beim Omi-Besuch vor … obwohl es nicht so gut ankam, war ich doch stolz darauf 😉
Wir Menschen lernen, indem wir andere beobachten, sie uns also zum Vorbild nehmen.

Es gibt aber auch noch die andere Seite, die dunkle Seite der Medaille:

Ein Vorbild, zu dem ich aufschaue, ein Vorbild – ein Role-Model – dessen Handlungen ich auf einem bestimmten Gebiet akzeptiere, bewundere, kopiere oder mich im besten Fall inspirieren lasse? Das mag ja noch ok sein, aber es besteht die Gefahr, mein Vorbild auf ein Podest zu stellen und mich selbst klein zu fühlen und klein zu belassen. Weiters leidet auch die eigene Urteilsfähigkeit. Denn wir geraten unweigerlich in einen Interessenskonflikt, wenn unser Role Model falsche Handlungen setzt. Unser Geist ist damit überfordert und blendet Unerwünschtes gerne aus.

Was meint Dein Unterbewusstsein?

riccarda_larcher_stressDie unbewusste Botschaft hinter einem Vorbild lautet: Du bist nicht gut genug. Dies wiederum bedeutet Stress für das Unterbewusstsein und Trauer für dein inneres Kind. Dein inneres Kind, das oft sowieso etwas geknickt ist, weil seit dem Kindergarten oder seit der Schule dauernd an ihm rumgemeckert wird, weil es nicht gut genug rechnen kann, nicht schnell genug lesen gelernt hat und außerdem zu faul ist.

Schon wieder bist du nicht gut genug, schon wieder sollst du dich an anderen orientieren, die offensichtlich besser sind.

Aber wie war das eigentlich? Heißt es nicht immer, wir sollen uns nicht mit anderen vergleichen? Wie finde ich aber ein Vorbild ohne mich zu vergleichen? Und der Vergleich muss für mich ungünstig ausfallen, sonst bräuchte ich ja kein Vorbild. Schwierige Sache.

Wahrscheinlich kennst Du Mahatma Gandhis Spruch:

Sei du die Veränderung, die du dir in der Welt wünschst.

Soll heißen:

Veränderung beginnt immer bei Dir und zwar in Deinem Inneren. Hat die Veränderung in Deinem Inneren stattgefunden, dann wird sie sich auch im Äußeren manifestieren.

Nur wer im Inneren nichts findet, muss im Äußeren suchen.

Was bringt Dir ein Vorbild?

  • #1: Sicherheit

    Was bei anderen funktioniert, wird wahrscheinlich auch bei dir funktionieren. Du übernimmst erprobte Systeme, die Fehler kannst du auslassen. Egal ob Du das Trainingsprogramm von Roman Weger, 5-facher österr. Staatsmeister im Marathon abarbeitest oder Jamie Olivers Rezepte akribisch befolgst, es wird funktionieren.

    Ok, ob Du einen Marathon gewinnst, ist nicht ganz sicher, aber Jamies Hühnchenrezept wird auf jeden Fall gelingen.

  • #2: Eingeschränkter Horizont

    Gibt’s Du dich mit EINEM Vorbild zufrieden, dann machst Du das, was er/sie macht und erkennst nicht, dass es noch andere Möglichkeiten gäbe. Beispiel: Wenn Du Verhandlungen immer so führst, wie Michael Douglas als Gordon Gekko im berühmten Film „Wall Street“ wird Dir nie auffallen, dass es auch noch andere Verhandlungsstile gibt. Manche davon mit Sicherheit erfolgreicher.

  • #3: Zeitersparnis

    Du kennst Dein Ziel? Du kennst jemanden, der von einer vergleichbaren Startposition bereits an Deinem Ziel angelangt ist? Herzlichen Glückwunsch! Analysiere den Weg und beschreite ihn, Du bist mit Sicherheit schneller dort, als wenn Du das Rad neu erfindest.

  • #4: Motivation

    Die berühmte Online-Unternehmerin schaffte in zwei Jahren 6-stelligen Umsatz? Die Nachbarin verlor in 6 Monaten 10 Kilo? Die Arbeitskollegin holte sich Hilfe, um die Trennung von ihrem Partner zu verarbeiten und ist nun wieder mental stark und voll da? (Bei diesem Thema kann ich Dir helfen). Super, wenn die anderen das können, dann kannst Du das auch.

  • #5: Die Qual der Wahl:

    Wäre Anna Netrebko mein Vorbild, wäre das eine denkbar schlechte Wahl. Meine Sangeskünste reichen nicht einmal für die Badewanne. Ich könnte mir aber vorstellen, mit viel Übung Kinderlieder halbwegs passabel singen zu können. Also wäre der Kinderlieder-Komponist und Sänger Rolf Zuckowski das passendere Vorbild.

    Wenn Du dir ein Vorbild wählst, dann stelle sicher, dass die Künste dieses Vorbildes in erreichbarer Nähe scheinen, alles andere führt zur Frustration.

Und warum funktioniert es oft trotzdem nicht?

Das liegt daran, dass jeder Mensch anders ist. Jeder Mensch hat andere Fähigkeiten und Kenntnisse. Anders ausgedrückt: Wenn zwei das Selbe tun, ist es noch lange nicht das Gleiche.

Jeder Mensch steht in seiner Entwicklung wo anders, hat andere Gründe, die ihn motivieren, hat andere Glaubenssätze – positive oder hinderliche. All das fließt in unser Handeln ein. Und wenn Du z.B. eine innerliche Blockade zum Thema „Ich darf nicht glücklich sein“ hast, hilft Dir das Vorbild Deiner Freundin, die ein wahres Glückskind zu sein scheint, gar nichts. Bevor Du dir nicht erlaubst, ebenfalls ein Glückskind zu sein, gilt es noch ein bisschen seelischen Müll zu entsorgen

Riccarda’s Top 5:

#1: Wo willst Du hin?

Du weißt: nur wer ein Ziel hat, kann auch ankommen. Also definiere dein Ziel, dort wo du hinwillst.

#2: Warum willst Du dorthin?

Dein „Warum“ ist Dein Joker. Auf jedem Weg liegen mal Stolpersteine rum, es wird langweilig, anstrengend und Du wirst müde. Aber ein Blick auf Dein „Warum“ gibt Dir die Kraft, auch mühselige Wegstrecken zu meistern.

#3: Was brauchst Du dazu?

Du hast Dein Ziel, Du kennst Deine inneren Beweggründe? Super. Was braucht es an inneren Eigenschaften und was braucht es im Außen? Mache eine Liste. Hake die vorhandenen Ressourcen ab und schaue, was noch fehlt.

#4: Wo und wie kannst Du es Dir holen?

Gilt es eine Fertigkeit zu lernen? Oder hast Du alles, was Du brauchst, aber Zeitmanagement ist Dein Thema? Schau Dich um, die Welt ist groß, wer kann Dir helfen? Reicht Dir ein Vorbild, dem Du nacheifern willst oder brauchst Du individuelle Begleitung, brauchst Du einen Trainer, einen Coach? Jemanden, der mit Dir an Deinen ganz persönlichen Themen arbeitet?

#5: Wann merkst Du, dass Du am Ziel bist?

Wenn Erfolg Dein Ziel ist? Wann merkst Du, dass Du erfolgreich bist?
Wenn weniger Gewicht Dein Ziel ist? Wann merkst Du, dass Du dein Ziel erreicht hast?
Wenn mehr Mut, Dein Ziel ist, wann merkst Du, dass Du mehr Mut hast?

Lege in Deiner Planung klare Zahlen fest. Lässt sich Dein Ziel nicht in Zahlen fassen wie z.B. „mehr Mut“, dann beschreibe eine Situation, in der Du dich mutig wie ein Löwe fühlen wirst.

Wenn Du diese Fragen beantwortet hast, dann wirst Du wissen, in welchen Punkten Dir ein Vorbild überhaupt helfen kann. Denn alles ist bereits in Dir vorhanden. Wenn Dir die Erreichung Deiner Ziele mt einem Vorbild leichter fällt, dann suche Dir eines, das ist vollkommen ok. Aber die Handlungen, das Tun, Deine Motivation, all das kommt aus Deinem Inneren – oder gar nicht…

 Und jetzt interessiert mich, wie Du es mit Vorbildern hältst. Orientierst Du dich an anderen? Wenn ja, in welcher Situation? Wann hast Du von einem Vorbild schon mal profitiert? Nach welchen Kriterien suchst Du ein Vorbild aus? Hinterlasse uns Deine Überlegungen unten in den Kommentaren. Wir sind gespannt.

Dieser Artikel ist mein Beitrag zu Carla’s Blogparade “Vorbilder – was wir von ihnen lernen können” www.mach-ich-morgen.com/  Vielen Dank für die Anregung, es hat Riesenspaß gemacht, darüber nach zu denken 😉

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2 Kommentare
  1. Nicole Bailer
    Nicole Bailer sagte:

    Liebe Riccarda,
    Ein spannendes Thema hast du da gewählt und wenn ich mich zurück erinnere war mein erstes Vorbild – unbewusst mein Vater.
    Danach war mein weg lange Zeit ohne Vorbilder. Als ich begann mich selbständig zu machen, gab es viele Vergleiche und vermeintliche Vorbilder.

    Gott sei Dank habe ich eine gute Menschenkenntnis und spüre schnell eine Verbindung oder eben nicht und dadurch bin ich selten falschen Vorbildern nachgegangen.

    Heute sehe ich es so, dass mich andere Menschen inspirieren aber Vorbild bin ich mir nur selbst. Mein Weg ist mein Weg und absolut einzigartig. Was sollte mir ein Vorbild nutzen – wird es doch nie in meinen Schuhen wandeln.

  2. Riccarda
    Riccarda sagte:

    Liebe Nicole,
    genau Dein letzter Satz ist die Kernessenz. Jeder steht woanders und wir können nach rechts und nach links schauen und sehen, wo die anderen sind, wir können uns inspirieren lassen, aber schlussendlich sind wir Schöpferinnen unseres Lebens. In jeder Beziehung 😉 lg Riccarda

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