Was tun, wenn andere nerven?Was kann passieren, wenn man die Überschrift des neuen Blogartikels in die Tasten klopft und sich zur weiteren Inspiration einen Kaffee holt? Z.B. könnte die 12-jährige Tochter den Platz am PC erobern und folgendes schreiben:

„Man kann nichts tun, man ist das Opfer der anderen in einem Teufelskreis, in dem man gefangen ist und nichts tun kann…wenn man diesen Punkt seines Lebens erreicht hat, hat man verloren, nicht nur sich selber, sondern auch alles andere. Man hat keine Kraft mehr, will nicht, kann nicht mehr.

Die meisten Menschen können sich nicht psychisch aus solch einer Lage retten, also sollte man es von Beginn an vermeiden. Mobbing ist einer der häufigsten Auslöser! Das Opfer wird über einen längeren Zeitraum beleidigt und belästigt, bis es sein Selbstvertrauen verloren hat.

Viele sind Opfer des eigenen Geistes und kommen nicht mehr weg. Sie haben keinen freien Willen, sondern hören nur auf die kleine Stimme in sich drinnen, das Teufelchen, das schreit und mehr will. Wer dieses nicht aus seinem Leben verbannen kann, wird das Licht der Welt niemals erkennen. „

Meine eigene Tochter macht mich sprachlos, soviel Weisheit in einem 12-jährigen Körper!

Betrachten wir aber nun ganz konkrete Alltagssituationen. Mit welchen Strategien rettest  du dein Nervenkostüm?

1. Hat es mit dir zu tun?

Gute Frage. Hat es mit dir zu tun, wenn dich Fremde in der U-Bahn anpöbeln? Wenn die Verkäuferin unfreundlich ist? Vielleicht. Denn wenn du unfreundlich bist, erhältst du auch unfreundliche Reaktionen. Zitat meiner Oma “Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.“

Oder du läufst den Nervern zufällig über den Weg, denn die Verkäuferin ist immer schlecht drauf. Dann übernimmst du die löbliche Aufgabe als Blitzableiter zu fungieren. Das kommt vor und du solltest solche Situationen nicht überbewerten. Einmal abschütteln und gut ist es.

Bist Du von Freunden, Kollegen und Familienmitgliedern genervt, dann könnte sich ein intensiverer Blick auszahlen. Was genau stört dich und warum stört es dich? Die Kollegin, die jedem erzählt, welch supertolle Arbeit sie schon wieder geleistet hat? Warum nervt sie dich, während andere über sie lachen oder höchstens die Augen verdrehen?

Was uns am anderen am meisten stört, stört uns entweder auch bei uns – durchaus unbewusst – am meisten. Oder es ist jene Eigenschaft, die wir uns wünschen, aber nicht ausleben zu trauen. Im Falle der übertrieben selbstbewussten Kollegin könnte es sein, dass dein eigenes Selbstbewusstsein ausbaufähig wäre.

Dein "Brief der Klarheit" für gelassenen Erfolg

​Deine Geheimwaffe für ​tiefere Entscheidungskraft, ​Gelassenheit und ​mentale Stärke. Alle 14 Tage frisch per Mail, kostenlos. Als Einstandsgeschenk erhältst du meine inspirierende Meditation "Mit deiner inneren Führung arbeiten - der Königsweg zu echter Klarheit"

2. Tausche die Schuhe!

Jeder Mensch hat Gründe für sein Handeln. In Falle deiner Kollegin könnte es sein, dass ihre Leistungen als Kind nie gut genug waren, sie nur dann von ihren Eltern gesehen und wahr genommen wurde, wenn sie außergewöhnlich tolle Leistungen erbracht hatte.

Was liegt daher näher, seine eigenen Leistungen als größer, besser und toller zu verkaufen, als sie eigentlich sind? Wenn Liebe, Aufmerksamkeit und berufliche Anerkennung nur so zu erheischen sind, dann ist eine übertriebene Darstellung der eigenen Leistung das Mittel der Wahl.

Versetze dich in deine Kollegin hinein, überlege, warum sie so ist wie sie ist. Schlüpfe quasi in ihre Schuhe und mach ein paar Schritte darin.

Und nun? Wie ist es nun? Nervt die Kollegin immer noch? Oder hast Du mehr Verständnis für sie und kannst ihr mit einem Lächeln begegnen?

3. Atme mit dem Herzen

Wenn du mal selber nicht so gut drauf bist, nervt die Kollegin vielleicht schon wieder (ja, die ist hartnäckig). Was hilft?

Die Herzatmung:

Stell Dir gedanklich vor, du atmest durch das Herz ein und durch den Solar Plexus wieder aus. (Der Solar Plexus liegt auf der Höhe des Magens. Genauer gesagt zwischen dem zwölften Brust- und dem ersten Lendenwirbel. )

  • Du atmest Ruhe ein – und Anspannung aus.
  • Du atmest Gelassenheit ein – und Ärger aus
  • Wiederhole bis du spürst, es ist nun gut so.

4. Zwing sie mit einem Lächeln in die Knie:

Ist es dir schon mal aufgefallen? Wenn Leute schimpfen oder sonstwie nerven, geben sie negative Energie ab. Diese kann aber nur weiter leben, wenn sie gefüttert wird, also wieder negative Energie erhält.

So in der Art:

„Können Sie nicht aufpassen?“
„Sie hätten ja auch ausweichen können.“
Und schon ist ein Streit im Gange, der beide Kontrahenten verärgert zurück lässt.

Du könntest auch antworten: „Entschuldigen Sie. Ich wünsche noch einen schönen Tag.“ Lächeln! Und der Streithansel verhungert energetisch.

Wenn du die Idee, dich zu entschuldigen oder zu bedanken („Danke für Ihren Hinweis“ kommt auch gut), nicht sehr cool findest, probiere es trotzdem einmal aus und fühle dann. Höchstwahrscheinlich wirst du dich besser fühlen, dafür kann das Ego schon mal ruhig sein 😉

Die Strategie, das Gegenüber ins Leere laufen zu lassen, ist nicht nur sehr elegant, sondern auch höchst effizient. Kampfsportler wissen, was ich meine.

5. Nimm die Lupe zur Hand und schau:

Von jedem Menschen kann man etwas lernen. Von jenen, die am meisten nerven, am meisten. Wenn du von folgenden Typen genervt bist, dann frag dich:

Nörgler:verhältst du dich selber immer korrekt?
Zauderer:planst du deine Projekte optimal?
Angeber:verkaufst du dich gut? Betreibst du sinnvolles Marketing?
Super Gechillte:schiebst du Dinge vor dir her?
Überflieger:was traust du dich nicht? W§as setzt du nicht um?

Special Tip für Familienfeiern:

Jedes Familientreffen landet immer beim nervigen Thema X? Gut, dass du das schon weißt. Bereite dich auf einige Themen, die DICH interessieren vor und los geht’s. Denn es kann gut sein, dass deine Familie aus Mangel an Alternativen immer wieder das gleiche Thema wiederkäut.

Erste Hilfe-Koffer zur Beruhigung der Nerven

1. Lächle – deine Neuronen schalten automatisch auf „chillen“
2. Atme: Herz ein – Solarplexus aus – deine Atmung beruhigt sich, der Blutdruck sinkt
3. Fühle: Schnell in die Schuhe des anderen schlüpfen – Verständnis schadet nie

Extra Bonus: Affirmation

“Ich wähle, entspannt zu sein.”

In diesem Sinne: “Sei gechillt” – wie meine Tochter immer sagt.  😉