50 % Rabatt für Jammerer

JammerfreieZoneDie Raunzfreudigkeit der Wiener ist legendär.

Die Top 3 – der Jammerpunkte sind:

  1.  Die Müllabfuhr, die Stau provoziert. Und zwar immer dann, wenn man eh spät dran ist.
  2. Die immer weniger werden Parkplätze, die Hand in Hand mit rücksichtslosen Radfahrern gehen (je nach politischer Ausrichtung. Manche finden das wiederum sehr gut)
  3. Überall sind zu viele Menschen, man kann sich gar nicht mehr richtig bewegen.

Erkennst Du dich da vielleicht wieder? Egal, ob Wiener/in oder nicht?

Das Weltthema Nr. 1 „Das Wetter“ spielt meiner persönlichen Wahrnehmung nach eine eher untergeordnete Rolle. Das liegt vielleicht an mir selbst. Denn mein winterlicher Schlachtruf beim Verlassen des Hauses sorgt immer wieder für Lacher in meiner Familie und im Bekanntenkreis – denn er kommt wie das Amen im Gebet, egal wie tief die Quecksilbersäule steht. Er lautet: „Wenigstens ist es nicht kalt.“

Die Jammerei macht nicht nur uns Wiener, sondern alle Menschen zu Opfern. Wer jammert, ohne zu handeln, zeigt damit sein Mindset: „Ich bin das Opfer von Umständen. Diese Umstände kann ich leider weder beeinflussen, noch verändern.“

Manches ist in der Tat nicht zu verändern, dann akzeptiere es soweit du kannst. Viele Jammerer wollen Anerkennung und Trost, es ist ihre Art, das zu bekommen, was sie wollen. Wenn du jetzt denkst: „Eine recht kindliche Art.“, dann hast du vollkommen recht. Bei chronischen Jammerern ist oft das innere Kind tief verletzt und ruft nach Anerkennung und Liebe.

Opfer sein, kostet Energie. Jammern kostet auch Energie und zwar deine Energie.

Die Marketing-Expertin Karin Wess meint dazu: „Jammern kostet genauso viel Energie, wie etwas Positives tun.“ Gerne nehme ich an ihrer Blog-Parade teil und helfe, die jammerfreie Zone weiter zu verbreiten 😉

Vielleicht kennst Du Personen, die elendslang über dies und das jammern? Besuchst du diese gerne? Telefonierst du gerne mit ihnen? Oder kommt aus unerklärlichen Gründen manchmal etwas dazwischen und du hast leider, leider keine Zeit? Möchtest du zu jenen gehören, für die man kaum Zeit findet? Nein, sicherlich nicht.

Willst du zu jenen gehören, die alles durch die rosa Brille sehen und manchmal böse im Leben stolpern, weil sie durch die Rosatönung nicht klar sehen? Willst du zu jenen gehören, die alles akzeptieren und somit keine Chance zu Veränderung nützen? Auch nicht? Dann trenne und unterscheide.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Damit wär dann eigentlich alles gesagt 😉

Halt – eine konkrete Hilfestellung fehlt noch. Was kann dich dabei unterstützen, mutig zu ändern, was du ändern kannst und den Rest bleiben zu lassen? Dich nicht zu ärgern, nicht aufzuregen, nicht zu jammern? Vor allem nicht über Kleinkram wie davon fahrende Busse, rote Ampeln, versalzene Suppen und widerborstige Arbeitskollegen?

1. Alltagsjammern – die 7 magischen Tage:

Fang JETZT damit an: Jammere ab sofort nicht mehr über Alltagskram. Beschwer dich nicht über die lange Schlange an der Supermarktkette, sondern nütze die Zeit, um tief durchzuatmen. Beschwere dich nicht, über den davon fahrenden Bus, es ist eben so. Und (falls Du nicht in Wien lebst 😉 ) beschwere dich nicht über das Wetter, manchmal regnet es, obwohl du eine Wanderung geplant hast.

Das Ziel heißt: „7 magische Tage nicht jammern.“

Dieses Ziel ist ambitioniert, sehr ambitioniert. Fang trotzdem an und fühl gleich jetzt, wie du dich in 7 Tagen fühlen wirst, wenn du 7 Tage lang kein Opfers warst, sondern Schöpfer und Schöpferin deines eigenen Lebens. Wie fühlt sich das an?

Was, wenn du die 7 jammerfreien Tage nicht aushältst? Ja, am Anfang ist es vielleicht nicht leicht. Dann fängst du einfach wieder von vorne an. Jammern am Tag 3? Kein Problem, nütze die sich bietende Chance und fange wieder bei Tag 1 an.

2. Extremsituations-Jammern – minus 50% auf die Jammerei:

Vielleicht hast du ein Problem, das dich seit Jahren begleitet und über das du seit Jahren jammerst, einfach weil du es nicht ändern kannst, du kannst es aber auch nicht akzeptieren, weil es dich so stört und zu lösen ist es erst recht nicht.

Ich weiß wovon ich spreche. Denn ich habe so ein Problem. Seit drei Jahren. Was ich schon alles versucht habe, um es zu lösen, geht auf keine Kuhhaut, auch nicht auf die größte. Und trotzdem ist mein Problem noch da und ich leide darunter.

Ich war in meinem Leid so verstrickt, dass mein Privatleben, meine Ehe und vor allem mein Beruf darunter litten.

Ich war dabei, gnadenlos abzusaufen.

Das hätte mein Problem zwar gelöst, aber der Preis war mir doch zu hoch.

An 7 jammerfreie Tage war gar nicht zu denken! Meine persönliche Lösung:

Ich jammere und beklage mich nur noch jeden zweiten Tag. Das hat meine Jammerfrequenz sofort um 50% reduziert. Konkret: Ich jammere nur an ungeraden Tagen. Stört mich mein Problem an geraden Tagen, denke ich sofort etwas anders. Ich habe Ersatzgedanken auf Vorrat. Beginne ich an einem geraden Tag zu jammern, denke ich sofort: „STOP – und beschäftige mich gedanklich mit dem Buch, das ich gerade lese. Oder überlege, was ich am Wochenende kochen werde.

Das habe ich rund sechs Wochen so gehandhabt und langsam, langsam habe ich aus Gewohnheit vergessen, an ungeraden Tagen zu jammern. Es ist nämlich so, dass wir oft aus Gewohnheit jammern, einfach, weil wir diese ausgetretenen Pfade eben gewöhnt sind. Dein Geist ist recht erfreut, wenn du ihm alternative Gedanken anbietest 😉

Mein Problem ist noch da. Ich weiß, nicht ob es verschwindet und wenn ja wann. Im Moment kann ich auch keine Handlungen setzen, die das Problem in Rauch aufgehen lassen.

Aber ich löse meinen 50% Jammer-Rabatt-Gutschein ein. Er ist lebenslang gültig. Und oft und immer öfters erhalte ich zusätzlichen Rabatt. Im Durchschnitt rund 80% und an manchen Wochen sogar 100%. I love it 😉

Welche Strategien hast du, um in Deine Kraft und Mitte zu kommen? Was machst du, um eigenverantwortlich zu leben und nicht das Opfer von widrigen Umständen zu sein? Schreibt einen Kommentar und lasse uns wissen, was bei dir am besten funktioniert.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *